Die Büchse der Pandora
Die schöne Pandora mir einst ein schönes Geschenklein brachte,
ich ahnte nicht, was es enthält
und als ich es freudig offen machte,
bemerkte ich das Böse der ganzen Welt,
dass aus der Kiste floss
und mir mein Leben zerschoss.
Man sagt, aus Mitleid
habe eine Göttin eine Freudigkeit versteckt,
doch ich frag mich, war es Grausamkeit,
die sie trieb, unter all dem Bösen verdeckt,
die Hoffnung zu verstecken,
an der die Menschen verrecken.
Hoffnung ist ein schönes Wort,
die Hoffnung stirbt zu letzt,
die Hoffnung ist der letzte Hort,
ach die Hoffnung, maßlos überschätzt.
Hat sie dich gepackt,
lässt sie nicht mehr los,
selbst nach Kampf und stoß,
bleibt dir nur noch nackt
und zerrissen in der Welt zu stehen,
selbst dann wird sie nicht vergehen.
Am Ende jedes Tunnels schenkt sie dir Licht,
selbst wenn alles über dir zerbricht,
selbst wenn nur der Rückzug bliebe,
selbst dann triebe und triebe
sie dich nach vorn,
und du bist hoffnungsvoll verlorn.
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